26. Internationale Sommergespraeche
2. bis 4. September in Weitra Zugegeben: Das Motto der diesjährigen Sommergespräche der Waldviertel Akademie klingt nicht nur optimistisch, sondern geradezu gewagt. Die Medien sind voll von negativen Berichten über die Chancen der Jungen, Arbeitslosenstatistiken sind alarmierend, Zukunftsprojektionen etwa anhand der Pensionsarithmetik düster. Aber können wir uns damit abfinden? Niemals. Darum macht die Waldviertel Akademie das Zukunftsthema Jugend zum dringenden Thema der Gegenwart. Einige harte Fakten sprechen dafür, dass es Sinn macht, in die genannte Richtung zu arbeiten. Auch wenn sich die Wirtschaftsunternehmen derzeit noch schwer damit tun, Lehrlinge auszubilden und Personal aufzustocken – in wenigen Jahren wird sich dieser Trend fast unabhängig vom ersehnten Wirtschaftswachstum wenden: Es wachsen zu wenige Menschen ins arbeitsfähige Alter nach. Sobald dieser Effekt eintritt, wird Ausbildung ein entscheidendes Kriterium für diejenigen sein, die ihre Chancen nützen wollen. Zahlenmäßig waren noch nie so viele Jugendliche bis hinein in den Hochschulbereich lernwillig. Aber werden sie dafür mit den nötigen Ausbildungseinrichtungen vom Vorschulalter bis zum Abschluss der Lehre, der Mittelschule oder der Universität belohnt? Niemand könnte das behaupten. Der freie Zugang zur Bildung steht auf dem Papier, solange der Staat für Bildung nicht genügend Geldmittel freimacht und qualifizierte Lehrer in ausreichender Zahl zur Verfügung stellt. Wir müssen weg von der Jugendwahnkultur, die alles verspricht und nichts hält, und hin zur Zukunftsarbeit. Und zwar nicht irgendwann, sondern heute. Mag. Eva PFISTERER und Dr. Engelbert WASHIETL
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