Erfolgreiches Böhmerwald-Thaya-Forum

Die Zukunft der Region liegt in der Zusammenarbeit

Das neu initiierte hochkarätig besetzte Böhmerwald-Thaya-Forum der WALDVIERTEL AKADEMIE und der Tschechischen Botschaft in Wien unterstrich beim ersten Treffen am 11. Oktober im Palmenhaus Gmünd die Notwendigkeit der grenzüberschreitenden Gemeindekooperationen für die Region. Die vorgestellten Beispiele zeigten auch, wie Zusammenarbeit in der Praxis schon lange selbstverständlich gelebt wird.

Die WALDVIERTEL AKADEMIE hat schon in den frühen 90er Jahren mit ihrer Reihe „Grenze und Nachbarschaft“ Vertreter/innen von Gemeinden und Regionen beiderseits der Grenze zusammengebracht. Daran anknüpfend initiierte sie nun als EU gefördertes Kleinprojekt das „Böhmerwald-Thaya-Forum“ für kommunale Kooperation und wurde mit einer hochkarätigen Teilnehmerschaft belohnt. Neben EU-Landesrat Martin Eichtinger, der tschechischen Botschafterin Ivana Červneková, den beiden EUREGIO Vorsitzenden stellvertretender Kreisrat Pavel Hroch und Landtagsabgeordnete Margit Göll, konnte Bürgermeisterin Helga Rosenmayer zahlreiche Bürgermeisterkollegen begrüßen.

Erfolgreiches Böhmerwald-Thaya-Forum 1

Am Beginn stand ein Besuch im „Health across for future“ in Bleyleben, dem ersten grenzüberschreitenden Gesundheitszentrum Europas, am Programm. Standortmanager Manfred Mayer führte durch die Räumlichkeiten. Landesrat Martin Eichtinger und die tschechische Botschafterin in Österreich Ivana Červenková unterstrichen in ihren Statements die herausragende Bedeutung dieses Pilotprojektes für Europa. Die Gmünder Bürgermeisterin Helga Rosenmayer bedankte sich bei Mayer – stellvertretend für die Initiatoren – und bei ihrem Bürgermeisterkollegen aus České Velenice Jaromír Sliva für die Zusammenarbeit und besonders für die finanzielle Unterstützung seitens des Landes und der EU.

Bei der anschließenden Konferenz im Palmenhaus, präsentierte Pavel Hlozek den Kleinprojektefonds, der bisher hunderte Initiativen in der Region ermöglicht hat und auch in der nächsten INTERREG-Förderperiode fixer Bestandteil sein soll. Miroslav Beneš stellte den tschechischen Städte- und Gemeindeverband vor und der Ehrenvorsitzende der WALDVIERTEL AKADEMIE Ernst Wurz sprach in seinem Interview mit dem Moderator Christoph Mayer über die Chancen von regions- und grenzübergreifenden Kooperationen im Bildungsbereich.

Erfolgreiches Böhmerwald-Thaya-Forum 2

Als Best Practice gaben die Bürgermeister Vladimír Hokr und Otmar Kowar Einblick in ihre vielen Aktivitäten der letzten Jahre, die von Kultur, Feuerwehrübungen, Ausstellungen und gemeinsamen Wanderungen und Festen reichten. Im Mittelpunkt stand dabei immer die Begegnung von Menschen. „Kooperation funktioniert dann am besten, wenn sie auf entstandenen Freundschaften aufbauen können“, diesem Resümee konnten sich alle Anwesenden anschließen. Einen Abschlussapplaus erntete auch die tschechische Botschafterin, als sie die eminente Bedeutung des Spracherwerbs unterstrich. „Die Sprache der Nachbarregion zu beherrschen, erweitert nicht nur den Horizont, sondern erhöht die beruflichen Möglichkeiten“.

Bei prächtigem Wetter ließ das Vortragsprogramm den Gästen, die zum Teil seit mehreren Jahrzehnten in der grenzüberschreitenden Arbeit aktiv sind, auch ausreichend Zeit für Kommunikation, die bekanntlich die Basis jeder Kooperation ist.

Fotos (c) Harald Winkler, Stadtgemeinde Gmünd

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